Teil 1: Hypnose, Berührung und Embodiment bei Komplextrauma
Teil 1 von 4 · 16 Arbeitseinheiten
- Datum & Zeit
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22.06.2027 Di –
23.06.2027 Mi, jeweils 09:30–17:30 Uhr - Kursleitung
- Woltemade Hartman (Ph.D.)
- Preis
- € 450,–
Zum Auftakt der Reihe steht ein Einführungsworkshop, der zwei Zugänge zusammenführt: hypnotische Techniken auf der einen, somatische, also körperbezogene Ansätze auf der anderen Seite. Embodiment meint dabei die Verkörperung seelischer Vorgänge, also die Beobachtung, dass Erfahrung sich in Haltung, Atmung, Muskelspannung und Bewegung niederschlägt und sich über eben diesen Weg auch wieder verändern lässt. Den Rahmen der Reihe bildet die Ego-State-Therapie. Sie versteht die Persönlichkeit als Gefüge von Ego-States, also von abgrenzbaren Anteilen, die jeweils eigene Wahrnehmungen, Gefühle und Verhaltensmuster tragen und sich unter Belastung voneinander abspalten können.
Bleibt ein traumatisches Erleben über die Zeit hinweg eingefroren, entsteht daraus ein inneres Chaos. Die Abspaltung stellt sich dem psychischen Wachstum und der Entfaltung in den Weg, und Klienten erleben sich getrennt vom eigenen Selbst, von anderen, von der Natur und von ihrem geistigen Wesen. Genau diese Trennung ist für die Ego-State-Therapie der Ansatzpunkt. Kommen hypnotherapeutische Elemente mit körperbezogenen Techniken zusammen, lassen sich demgegenüber Ressourcen erschließen und für den Klienten nutzbar machen: Entschlossenheit, Überlebenswille, Resilienz, Hoffnung, Optimismus und vieles mehr.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der therapeutischen Berührung und ihrem ethisch verantworteten Einsatz. Berührung regt Embodiment an, eröffnet korrigierende Erfahrungen und stellt Gleichgewicht, Selbstregulierung, Ganzheit, Kohärenz und „Flow“ wieder her. Werden Berührung und Verkörperung in der Behandlung komplexer Traumata verbunden, gilt eine klare Reihenfolge: zunächst langsam mit dem physiologischen System arbeiten und dem Körper Stabilität geben, erst danach die korrigierende Erfahrung durchführen und neu verhandeln.
An konkreten Werkzeugen vermittelt Dr. Hartman das Tracing, das Verfolgen körperlicher Empfindungen, dazu das Wissen um den Körper im Gravitationsraum sowie Techniken zur Öffnung des haptischen Systems, also des Tastsinns als eigenes Wahrnehmungssystem, was die Selbstregulierung erleichtert. Am Ende sollen die Teilnehmer sowohl Trance als auch Berührung als wirkungsvolle therapeutische Werkzeuge in ihrer Arbeit einsetzen können.
Wie die gesamte Reihe wechselt auch dieser Workshop zwischen theoretischem Input, Live-Demonstration und praktischer Übung, sodass die vorgestellten Techniken von den Teilnehmern selbst erprobt werden.
Die verbindliche Online-Anmeldung für diesen Termin wird in Kürze hier freigeschaltet.