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Teil 2: Hypnose, Berührung und Verkörperung (Embodiment) bei komplexem Trauma

Teil 2 von 4 · 16 Arbeitseinheiten

Datum & Zeit
15.11.2027 Mo
16.11.2027 Di, jeweils 09:30–17:30 Uhr
Ort
Pfadfinderhaus Salzburg
Kursleitung
Woltemade Hartman (Ph.D.)
Preis
€ 450,–

Wie eng Trauma an die Physiologie der Bedrohung gebunden ist, bildet den Ausgangspunkt des zweiten Teils. Er vertieft die Arbeit an der Trauma-Auflösung und richtet den Blick auf jene körperlichen Reaktionsmuster, die unter Bedrohung entstehen, anschließend unvollendet zurückbleiben und das Erleben der Klienten weiter bestimmen. Den Rahmen bildet auch hier die Ego-State-Therapie: Sie fasst das Innenleben als Zusammenspiel von Ego-States auf, also von unterscheidbaren inneren Anteilen, von denen jeder ein eigenes Wahrnehmen, Fühlen und Verhalten mitbringt und unter starker Belastung vom übrigen Erleben abgetrennt bleiben kann.

Den fachlichen Kern bildet die Kopplungsdynamik. Eine Erfahrung setzt sich aus mehreren Anteilen zusammen – Körperempfindung, innerem Bild, Verhalten, Gefühl und Bedeutung –, und die Kopplungsdynamik beschreibt, wie diese Anteile im Trauma zueinander stehen: ob sie sich verbinden, zu fest aneinanderhängen oder auseinanderfallen. Der Workshop klärt ihre Rolle bei Traumareaktionen und zeigt, wie sich wirksam damit arbeiten lässt, etwa im Umgang mit Menschen, die von Trauma-Erfahrungen überflutet wurden, und bei der Entkopplung von Dissoziations-, Freeze- und Immobilitätsreaktionen. Dissoziation bezeichnet das Abspalten von Wahrnehmung, Gefühl und Erinnerung unter zu großer Belastung, die Freeze-Reaktion das Erstarren, das neben Kampf und Flucht als dritte Überlebensantwort zur Verfügung steht.

Damit rücken die Überlebens- und Verteidigungsreaktionen insgesamt in den Blick, allen voran der Bedrohungsreaktionszyklus aus Kampf, Flucht und Erstarren im Zusammenhang mit Traumareaktionen. Behandelt wird, wie sich diese Reaktionen physiologisch wiederherstellen und wie sich Freeze-Reaktionen vervollständigen und integrieren lassen.

Traumatisierte Klienten tun sich häufig schwer, sich auf eine bestimmte traumatische Erfahrung einzustellen, und geraten dabei mitunter in einen völligen Kollaps. Der Workshop behandelt die behutsame Begleitung durch Erstarrung und Kollaps hindurch, bis sich Unbeweglichkeit und Freeze lösen und die Resilienz als Ganzes wiederhergestellt ist.

Ebenso häufig sind die Grenzen der Klienten als Folge eines Traumas verletzt. Wege zu ihrer Wiederherstellung werden im Seminar erarbeitet, mit dem Ziel, den Betroffenen optimale Flexibilität und Integration zu ermöglichen. Wesentlich ist dabei ein Verständnis der Wahrnehmungskanäle, also der visuellen, kinästhetischen, taktilen und emotionalen Reaktionen ebenso wie der Verhaltensreaktionen, und ihres Zusammenhangs mit Trauma-Erfahrungen.

Hinzu kommt das SIBAM-Modell von Peter Levine, das eine Erfahrung in die fünf Kanäle Empfindung, Bild, Verhalten, Affekt und Bedeutung gliedert, sowie die Frage, wie sich die Kopplungsdynamik nutzen lässt, um traumatische Erfahrungen zu reintegrieren. Das übergreifende Anliegen der Reihe bleibt dabei im Blick: abgespaltene Ego-States wieder in das Erleben des Klienten einzubinden.

Anmeldung möglich bis einschließlich 14.11.2027.

Die verbindliche Online-Anmeldung für diesen Termin wird in Kürze hier freigeschaltet.

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