Teil 4: Eye Movement Reintegration (EMR) und Körperarbeit – Ein wirksames Duo bei Traumafolgestörungen
Teil 4 von 4 · 24 Arbeitseinheiten
- Datum & Zeit
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01.06.2028 Do –
03.06.2028 Sa, jeweils 09:30–17:30 Uhr - Kursleitung
- Woltemade Hartman (Ph.D.)
- Preis
- € 660,– Keine Vorerfahrung und keine Ausbildung in Augenbewegungstherapien nötig.
Es heißt, die Augen seien das Fenster zur Seele. Über die Arbeit mit Augenbewegungen lassen sich tiefere Ebenen von Dissoziation und Dysregulation in der Physiologie traumatisierter Klienten erreichen; Dissoziation bezeichnet dabei das Abspalten von Wahrnehmung, Gefühl und Erinnerung unter zu großer Belastung. Die Ego-State-Therapie, die den Rahmen der Reihe bildet, bezieht dies auf die Ego-States: eigenständige Anteile der Persönlichkeit, die je für sich wahrnehmen, fühlen und handeln und die unter Belastung vom übrigen Erleben abgespalten werden können. Dass den Augen während traumatischer Stressreaktionen eine wichtige Rolle zukommt und dass sie auf Emotionen wie auf Physiologie wirken, ist allgemein bekannt.
Der Workshop führt Techniken zusammen, unter ihnen die langsamen Augenfolgebewegungen aus der Eye Movement Reintegration (EMR) und aus Somatic Experiencing (SE). In dieser Kombination können sie die lähmenden Auswirkungen von Trauma lösen, indem sie Körper und Geist so ansprechen, dass diese tun können, wozu sie bestimmt sind: sich selbst zu heilen. EMR selbst ist eine schnelle, kurze und wirksame Technik, die bei akuten Stressreaktionen ebenso eingesetzt werden kann wie bei posttraumatischen Belastungsreaktionen.
Angelegt ist der Workshop so, dass Fachleute daraus eine rasch einsetzbare Interventionsstrategie für die Arbeit mit Trauma und Dissoziation mitnehmen. Verschiedene Augenbewegungen dienen dazu, traumatische Erfahrungen zu erkunden, zu reintegrieren und wirksam zu lösen. Wesentliches Ziel ist, Klienten ihre Ressourcen wieder zugänglich zu machen, Kohärenz zu fördern und sie in den Fluss zu bringen. Damit verfolgt der Workshop dasselbe Ziel wie die übrige Reihe: ein Erleben, in dem die einzelnen Ego-States wieder zusammenwirken.
Vorerfahrung oder eine Ausbildung in Augenbewegungstherapien wird nicht vorausgesetzt. Ein ausführliches Protokoll zur Durchführung der Behandlung erhalten die Teilnehmer im Workshop.
Vortrag, Demonstration und Übung bestimmen auch hier das Format, wobei der überwiegende Teil der Zeit auf die unmittelbare eigene Erfahrung entfällt, damit die Teilnehmer die verschiedenen Techniken gründlich kennenlernen. Theoretisches, stellvertretendes und erfahrungsbasiertes Lernen mischen sich auf diese Weise.
Die verbindliche Online-Anmeldung für diesen Termin wird in Kürze hier freigeschaltet.